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RANDI e. V.
Partnerschaft mit indischen Dalits

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Die „Aglasterhausen-Bala-Bata-Schulen“

Geschrieben von Margit am . Veröffentlicht in Schulen

Seit 2007 unterstützt die Schule in Aglasterhausen durch Spendenaktionen in Schulgottesdiensten, bei Schulfesten, o.Ä. inzwischen 13 „Bala-Bata-Schulen".

Der ehemalige Rektor Walter Zeller war überzeugt: „Wir müssen über unseren Tellerrand schauen und unseren Schülerinnen und Schülern die Lebenswirklichkeit von Kindern in anderen Ländern unserer Welt nahe bringen. Wir müssen lernen, dass es notwendig ist, auch Verantwortung für andere zu übernehmen." Auch unter seiner Nachfolgerin Natascha Lettau wird die Schulpartnerschaft in diesem Sinne weitergeführt.

Steffi König sorgt dafür, dass diese Aglasterhausen-Bala-Batas in Indien durch Klassenprojekte, Auftritte bei Schulfesten, Workshop-Angebote und viele andere Aktivitäten in den Köpfen und Herzen unserer Schülerinnen und Schüler verankert werden.

Berichte mit Fotos

2017 - "Zeit schenken" an der Grundschule Aglasterhausen

Jedes Jahr im Advent verbringen Eltern und Schulkinder einen Nachmittag zusammen. Gemeinsam werden Kekse gebacken, Perlensterne gefädelt oder Holztannen ausgesägt. Schülerinnen und Schüler hatten Motive für Weihnachtskarten entworfen. Der Erlös für die Karten wird für die Bala-Batas "Aglasterhausen" von CARDS gespendet.

2016 - Reisebericht - Begegnung mit den Bala-Bata-Kindern

Bei ihrem Besuch bei CARDS in Indien überbringt Steffi König Grüße der GS Aglasterhausen an die Aglasterhausen-Bala-Batas und erzählt von den Schulaktionen des Vereins.

Für die DOs der Bala-Batas hatte Steffi König ein Überraschungs-Video der Grundschule mitgebracht. Die Jugendlichen können es kaum glauben, als sie die Videogrüße der Grundschule Aglasterhausen und der ehemaligen Klasse 4a sehen. Vor allem gibt es erstaunte Ausrufe und große Augen, als sie hören, dass alle Kinder der Grundschule ihr „Bala Bata-Lied“ in der Landessprache „Telugu“ singen.

Danach erzählen die jugendlichen DOs, welche Schulklasse sie selbst besuchen, wie sie zum Bala-Bata-Projekt kamen und was ihre Hobbies sind. Zwei von ihnen sind schon seit 7(!) Jahren DO und studieren mittlerweile am College. Trotz ihres jugendlichen Alters nehmen die DOs ihre Arbeit sehr ernst. Wir sind sehr beeindruckt, wie die jungen Leute neben ihrer eigenen Ausbildung täglich 30-40 Kinder unter schwierigen Bedingungen unterrichten und zum Schulbesuch ermutigen. Die DOs versuchen den Kindern den Spaß am Lernen zu vermitteln, sie machen Mut und sind Ansprechpartner, wenn es Probleme gibt.

Als Geschenk für die Schüler*innen der GS Aglasterhausen hatten die DOs ein weißes Tuch gestaltet, mit den Fingerabdrücken, den Namen und Grüßen der Bala-Batas.

2015 - Indien zu Gast an der GS Aglasterhausen

Ein Bericht von Heike Heck

„Wann kommen denn die Inder?“ „Sind die Inder schon da?“ – Ganz gespannt erwarteten die Grundschüler und das Kollegium der GS Aglasterhausen sowie die Schulanfänger der Kindergärten mit ihren Erzieherinnen eine Gruppe von Indern. Durch Indientag und weitere Aktionen gut vorbereitet und eingestimmt erwartete die ganze Schule die indische Kulturgruppe aus Indien, die auch Station an der GS Aglasterhausen machte.

Durch Lieder, lautstarkes und rhythmisches Trommeln zogen die acht Inder die Kinder, Lehrer und Erzieherinnen der drei Kindergärten schnell in ihren Bann. Durch kleine Theatersequenzen verdeutlichten die Gäste einige Lebenssituationen in ihrem fernen Heimatland. So wurde eindrucksvoll gezeigt, wie man mit einem Netz Fische fängt und verkauft und Steine in einem Steinbruch mühsam geschleppt werden müssen.

Sichtlich überrascht und erfreut waren die acht Dalits als die Kinder ein Lied in ihrer Sprache, Telugu, anstimmten.

Doch auch die Kinder bekamen eine Überraschung: Sie bekamen ein von den Kindern aus den „Bala-Bata-Schulen Aglasterhausen“ in Indien selbst gemaltes Banner als Dankeschön überreicht. Seit fast 10 Jahren unterstützt die Schule den Verein mit Geldspenden (v.a. durch die Kollekten aus den Schulgottesdiensten). Somit konnten bereits 10 Bala-Bata-Schulen durch die Unterstützung der Schule aufgebaut und somit vielen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zum Lernen geschaffen werden.

2010 - Kultur - Musik und Tanz - KuMuTa

Kunterbunt ging es zu beim KuMuTa in Aglasterhausen. Mit Kultur, Musik und Tanz feierte die Grund- und Hauptschule ein fröhliches Fest. Neben vielen anderen  kulturellen Beiträgen, gab es auch Kultur aus Indien zu bestaunen. Steffi König hatte mit Bernhard Gänzler - Lehrer der Klasse 4a - und Heike Heck - Lehrerin der Klasse 2a - eine Modenschau vorbereitet, bei der es indische Mode zu bestaunen gab.

In indischer Originalkleidung stellten die Kinder Alltagsszenen aus dem Leben in Indien dar. Schulkinder kamen in Schuluniform und Landarbeiter trugen Körbe auf ihren Köpfen. Tribal-Mädchen tanzten zu Trommelmusik in ihren wunderschönen spiegelbesetzten Gewändern. In die langen Stoffbahnen der Saris gehüllt und mit Blütenketten geschmückt, präsentierte sich eine weitere Gruppe von Schülerinnen. Sogar ein Brautpaar in festlichen Gewändern zeigte sich den begeisterten Zuschauern. Zu fetziger Bollywood-Musik versammelten sich am Ende noch einmal alle Kinder auf dem Laufsteg und das Blitzlichtgewitter der fotografierenden Eltern nahm kein Ende….

Danach konnten die Eltern mit ihren Kindern noch die Ausstellung über die Schulpartnerschaft zwischen der GHWRS Aglasterhausen und 5 indischen Bala Bata Nachhilfeschulen im Klassenzimmer der Klasse 2a besuchen.

2009 - Indischer Flair an der GHWRS Aglasterhausen beim Indientag

Ein Bericht von Heike Heck

Indien mit allen Sinnen – in diesen Genuss kamen dieser Tage alle Grundschüler der GHWRS Aglasterhausen. Wer an diesem Tag durchs Schulhaus ging, konnte Indien nicht nur sehen, sondern auch riechen, schmecken und hören.

Ziel des Indientages war es, das fremde Land in die Schule zu holen. So durften an diesem Tag Kinder indische Spiele nachspielen. Vor allem bei den Mädchen war das Anziehen eines Saris, die typische Kleidung der indischen Frauen, begehrt.

Dass Inder viele Gewürze kennen und auch verwenden, konnten die Schüler und Schülerinnen an der eigenen Nase erfahren und riechend das weit entfernte Land entdecken. Auch der Geschmack kam nicht zu kurz, denn der selbst gemachte Chai (ind. Gewürztee) war bei manchen Kindern heiß begehrt. In der Küche wurden Naan und Raita gemacht (Fladenbrote und eine Joghurtspeise) und natürlich auf dem Boden sitzend eifrig genossen.

Dass das tägliche Leben in Indien für Kinder meist anders aussieht, konnte am eigenen Leib erfahren werden. Eine „indische Schulstunde“ auf dem Boden sitzend und Hindu-Schriftzeichen abzeichnen ist gar nicht so einfach. Dass manche Kinder gezwungen sind, die Familie finanziell zu unterstützen, öffnete doch so manchem Schüler die Augen. Denn Steine schleppen oder Streichhölzer verpacken ist doch eine schwierige Arbeit. Doch auch die Entspannung durfte danach nicht zu kurz kommen. Zusammen mit der Yogalehrerin Gesa Martens durften die Schülerinnen und Schüler bei einer Yogaeinheit entspannen. Noch einige Tage später waren auch noch sichtbare Zeichen des Indientages vor der Schule zu sehen. Bunte Kolams (Straßenmalereien) zierten die Straße entlang der Schule und gaben ein farbenfrohes Bild ab.

2009 - Bilderausstellung der Bala-Bata-Kinder

Die Bilderausstellung der Bala Bata Kinder war bis zu den Weihnachtsferien in der Aula der GHWRS Aglasterhausen zu sehen. Die Kollekte des Schülergottesdienstes wurde für die Bala Batas gesammelt.

2008 - Besuch aus Indien

"Randi, Randi"  sangen die Schülerinnen und Schüler auf Telugu in der Turnhalle in Aglasterhausen - zur großen Freude der Inder. Für sie war dies ein Höhepunkt ihrer Reise. Gespannt verfolgten anschließend die Zuschauer den Auftritt der Inderinnen und Inder. Beim Trommeln, Tanzen, Sari Wickeln und Henna-Tattoos waren Deutsche und Inder gemeinsam in Action.

2007 - Indienprojekt  beim „Festival der Kulturen“ KuMuTa (Kunst, Musik und Tanz)

Ein Bericht von Steffi König

„Randi, Randi“ tönte es über den Schulhof. Die Zuhörer staunten, dass die Kinder die 3 Strophen des Liedes in der indischen Sprache "Telugu" auswendig singen konnten.

„Die haben ja gar kein Mäppchen oder keinen Schulranzen, sondern nur eine Schiefertafel mit Kreide!“ - „die Jyothi muss aber viel Hausarbeit erledigen, bevor sie in die Schule geht, ich frühstücke zuhause nur und gehe dann los“ – „da gibt es ja dreimal am Tag Reis zum Essen.“

So äußerten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1a der GHWRS Aglasterhausen, als ich ihnen die Bilder vom Alltag des 11-jährigen Mädchens Jyothi aus Piduguralla in Indien zeigte. Es war Donnerstagvormittag und es war der Vorbereitungstag für das „Festival der Kulturen“ am 22. Juni 2007. Begonnen hatten wir echt indisch, nämlich ohne Tische und Stühle, die Kinder saßen auf dem Boden und begrüßten mich mit einem kräftigen „Namaste, Frau König“. Die Klassenlehrerin Frau Ritter und ich hatten uns für diesen Vormittag viel vorgenommen und schon bei meinem Bildvortrag über das Mädchen Jyothi war ich erstaunt über die genaue Beobachtungsgabe der Kinder und ihre Schlussfolgerungen: „Wenn die Kinder keine Hefte haben, brauchen sie ja auch keine Hausaufgaben machen“

Wir verglichen das Alltagsleben der Kinder mit dem von Jyothi und da gab es viele Unterschiede: die Kleidung, das Essen und vor allem die Sprache. Kinderlieder in Telugu - der Amtssprache von Andhra Pradesh - hörten wir uns an und gleich darauf begannen wir unser Telugu-Lied „Randi (übersetzt: Kommt her)“ für den KuMuTa einzuüben. In kurzer Zeit erschallte im Klassenzimmer ein lautes „Randi, Randi - Rajadhine thalu Kandi – Randi, Randi, Randi“. Mit Feuereifer waren die Kinder dabei, den ungewöhnlichen Text des Liedes einzustudieren.

Danach wurde mit Kissen ein Feld mit der Größe einer indischen Hütte abgesteckt. Auf 12 m² leben in Indien mehrere Personen zusammen, was die Kinder selbst ausprobieren durften. Zum Vergleich richtete Julia in ihrem Feld ihr Kinderzimmer ein, in dem sie alleine wohnt.

Auch indisch kehren will gelernt sein, jeder durfte den indischen Besen einmal ausprobieren, ebenso die indische Kleidung, das Kostüm des Bergvolkes der Lambadi und das traditionelle indische Beinkleid für den Mann, den dhoti. Während einige Kinder ihre Nasen in indische Gewürze und Räucherstäbchen steckten und Schmuck  und Kunsthandwerk betrachteten, war es Aufgabe für die anderen, unsere neue Vereins-Schaufensterpuppe zur echten Inderin zu machen. Von der Unterwäsche bis zum fertigen Sari bedurfte es einiger Wickelkunst und schließlich wurde unsere Inderin von den Kindern auf den Namen Malika getauft. Zum Abschluss des Vormittages bereitete Frau Ritter mit den Kindern einen traditionellen Mango-Lassi (süßes Joghurtgetränk) zu, den wir bei der Hitze gut vertragen konnten.

Am Tag des Schulfestes verwandelten wir das Klassenzimmer der 1a in einen Ausstellungsraum über Indien. Malika „begrüßte“ die Besucher in ihrem roten Seidensari und Ria Paulus richtete sich ihre Henna-Tattoo-Ecke ein. Zu bekannten Bollywood-Klängen malte sie unzähligen Kindern bis zum Abend ein Tattoo nach dem anderen, der Ansturm nahm kein Ende und so half ich so gut ich konnte aus.

Je näher der Zeitpunkt des Auftritts rückte, desto nervöser wurden die Kinder der 1a. Und dann war es soweit: „Randi,Randi“ tönte es über den Schulhof und mit Begeisterung sangen die 28 Kinder ihr indisches Lied.

Das Indienprojekt hat allen sehr viel Spaß gemacht, mein Dank gilt Frau Ritter und den Schülerinnen und Schülern der Klasse 1a, dass sie mit mir auf die Reise nach Indien gegangen sind und so viel Interesse für das Leben dort gezeigt haben.

Kinderarbeit verständlich machenAktionen an Schulen

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