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RANDI e. V.
Partnerschaft mit indischen Dalits

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Bala-Bata-Schulen

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Projekte

  • verbessern die Chancen der Kinder in den staatlichen Schulen
  • verringern die Zahl der Schulabbrecher
  • wirken gegen Kinderarbeit
  • helfen den Kreislauf der Armut zu durchbrechen

Es gibt inzwischen über 6.000 Bala-Bata-Schulen, die zum größten Teil durch die Betty-Huber-Stiftung unterstützt werden. Ausführliche Infos gibt es unter: www.bala-bata.de.

„RANDI e.V.“ unterstützt 20 Partnerschafts-Bala-Batas mit Hilfe unserer Partnerschulen, der Grundschule Aglasterhausen und der Kraichgau Realschule in Sinsheim.

Dalit-Kinder haben es immer noch schwer in den staatlichen Schulen. Sie werden heute weniger direkt  diskriminiert, früher mussten sie z. B. abseits im Klassenzimmer sitzen und die Toiletten reinigen oder den Schulhof fegen. Allerdings werden sie häufig immer noch ungerecht behandelt. Bei den Hausaufgaben können sie von den Eltern, die meist Analphabeten sind, nicht unterstützt werden. Ihre Schulleistungen sind daher oft schlecht.

Die Bala-Bata-Schulen leisten hier einen wichtigen Ausgleich. Vor Beginn der staatlichen Schule und nach Schulende besuchen die Dalit-Kinder die  Bala-Bata-Schulen. Dort können sie Fragen zu den Hausaufgaben stellen und Übungsaufgaben machen. Schwächeren Schüler*innen wird geholfen, die meist jungen Bala-Bata-Lehrerinnen und Lehrer gehen respektvoll mit den Schüler*innen um. Mit großem Engagement und mit der Überzeugung, dass sie etwas für eine bessere Zukunft leisten, gehen sie an ihre Arbeit.

In den Bala-Bata-Schulen wird den Kindern nicht nur Schulwissen vermittelt, sondern sie lernen auch Stocktänze und Lieder. In Theaterspielen beschäftigen sie sich mit der Situation der Dalits und mit ihren Erlebnissen. Sie lernen etwas über Hygiene und Sauberkeit und werden angehalten mit ihren Müttern zusammen Küchengärten anzulegen.

In jeder Bala-Bata-Schule werden 20 - 40 Kinder betreut.

DOs – Development Organizers – die Bala-Bata-Betreuer*innen

Die meisten Bala-Bata-Schulen werden von Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse als „Lehrer*innen" betreut. Diese jungen Dalits sind sehr motiviert und engagiert. Sie haben nicht nur die Aufgabe, die Kinder bei den Hausaufgaben zu unterstützen, ihnen Lieder und Tänze beizubringen, sondern beziehen auch die Eltern mit ein. So tragen die Bala Batas nicht nur zur Schulbildung der Kinder bei, sondern fördern auch die Dorfentwicklung. Die Bala-Bata-Lehrer, werden daher zu Recht als Development Organizer (DOs) bezeichnet. Ziel der DOs ist es, „ihre“ Bala-Bata-Kinder so zu fördern, dass sie in den staatlichen Schulen gute Leistungen bringen und nach der 4. Klasse die Aufnahmeprüfung in ein staatliches Internat bestehen. Diese Internate dienen ausschließlich der ärmsten Bevölkerung, Dalits und Adivasi. Unterricht, Unterbringung, Verpflegung und Kleidung sind kostenlos.

Durch die Bala-Bata-Schulen ist die Zahl der Schulabbrecher*innen drastisch gesunken. Und mit Hilfe der Bala-Bata-Schulen erhalten inzwischen etwa 60% der Kinder einen Platz in einem staatlichen Internat. Weil die Bala Bata kostenlos ist, wird sie von den Eltern sehr geschätzt, die ansonsten für zusätzlichen Unterricht eine Privatschule zahlen müssten, was die meisten überfordern würde.

Die Organisation der Bala-Bata-Schulen erfolgt durch die Belegschaft von CARDS, mit Regionalleitern auf verschiedenen Ebenen. In der Regel ist ein Leiter für 30 Bala Batas verantwortlich. CARDS-Mitarbeiter informieren auch über die vielfältigen Bildungsangebote der von CARDS geleiteten Einrichtungen. Diese können insbesondere von DOs genutzt werden.

Bis jetzt gibt es in etwa 15 bis 20% der Dörfer in Andhra Pradesh und Telangana Bala-Bata-Schulen. In vielen Dörfern warten schon Jungen und Mädchen darauf, dass auch bei ihnen eine Bala-Bata-Schule gegründet wird. Hierfür wären etwa 70 € pro Jahr erforderlich. Der Betrag ist so niedrig, weil zusätzlich etwa 100 € pro Jahr an unentgeltlichen Leistungen und indischen Spenden erbracht werden.

Mit 70 € kann die Schulausbildung von bis zu 40 Kindern ermöglicht werden. Selbst kleinere Beträge können viel bewirken. Die Bala-Bata-Bewegung zieht immer weitere Kreise. Dazu trägt auch der Bala-Bata-Newsletter bei, der mehrmals pro Jahr in den Dörfern verteilt wird. Bala-Bata-Kinder, DOs, Eltern, Grundschullehrer und CARDS-Mitarbeiter berichten dort über ihre Erfahrungen. Die Beiträge im Newsletter werden vorgelesen und besprochen. Auch gesellschaftliche und geschichtlich relevante Themen werden aufgegriffen. So gibt es beispielsweise eine Fortsetzungsreihe zu Dr. B.R. Ambedkar. Die aktuellen Newsletter kann man sich auf der Seite der Betty Huber Stiftung anschauen.

Für die DOs und SchülerInnen ist der Bala-Bata-Newsletter ein Forum, in dem auch sie selbst zu Wort kommen, auch Eltern haben die Möglichkeit ihre Meinung zu äußern. Die jungen Dalits werden dadurch angeregt, sich Gedanken über ihre eigene Situation zu machen, werden in die Diskussion eingebunden und dazu angeregt, Verantwortung zu übernehmen.


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